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Jahrestagung der Thüringer Sportjugend 2018


Am 16. und 17. März 2018 fand in der Landessportschule Bad Blankenburg die Jahrestagung der Thüringer Sportjugend statt. Insgesamt kamen 87 Teilnehmer aus den Jugendleitungen der Thüringer Kreis- und Stadtsportbünde, der Sportfachverbände und Anschlussorganisationen sowie Vorstandsmitglieder und Gäste der Thüringer Sportjugend nach Bad Blankenburg.

Nach dem gemeinsamen Abendessen standen zwei Stunden kurzweilige Tagung auf dem Programm. Niels Bergner, der Vorsitzende der Thüringer Sportjugend, eröffnete den Abend mit einer kurzen Begrüßung. Anschließend wurde Melanie Müller-Schwefel (Asahi-Dojo e.V. Königsee) mit dem Jugendpreis ausgezeichnet.

Den Hauptteil bildete dann der interaktive Impulsvortrag von Dr. Iren Schulz mit dem Thema „5 vor 12?! Wie tickt Jugend in mediatisierten Lebenswelten?“. Durch die App Mentimeter wurde das Publikum durch das gesamte Referat aktiv eingebunden und konnte eigene Schätzungen zum Onlineverhalten von Kindern und Jugendlichen abgeben. Am beeindruckendsten war sicher die Word Cloud als Antwort auf die Frage: „Was sind die Gründe für ein Selfie?“. Gründe für die hohe Onlinepräsenz sowohl von Kindern als auch Erwachsenen sind durch den Drang „immer verbunden sein zu wollen“ zu erklären, so die Kommunikations-, Medien- und Erziehungswissenschaftlerin. Der Mensch könne auf Dauer nicht allein sein und so falle es immer schwerer, das Smartphone einmal wegzulegen. Gleichzeitig machte Schulz aber auch deutlich, dass Smartphone und Onlinepräsenz zur Arbeit mit Jugendlichen sinnvoll sein können und gab einen Ausblick auf zukünftige Technologien wie Virtual Reality, 3D-Print oder Künstliche Intelligenz. Die über die App kommunizierten Publikumsfragen wurden zum Abschluss im Plenum angeregt diskutiert. Für den größten Diskussionsstoff sorgte dabei die Frage wie mit Handys bei Sportveranstaltung umzugehen sei.

Niels Bergner resümierte den Vortrag anschließend mit den Worten „Neue Medien sind Fluch und Segen zugleich!“ und lud alle Teilnehmer der Jahrestagung zur gemütlichen Abendveranstaltung ins nahegelegene Bowlingcenter ein.

Nach dem Frühstück am Samstagmorgen teilten sich die Teilnehmer auf drei Ateliers auf. Das erste Atelier, geleitet von Dr. Iren Schulz, hatte das Thema „Fair Play oder rote Karte? Digitale Medien in der Kinder- und Jugendarbeit“ und knüpfte an den Impulsvortrag des vergangenen Tages an. Insgesamt konnte festgehalten werden, dass Medien den Zugang zu Kindern und Jugendlichen erleichtern und ein aktuelles Thema bleiben. Die Problemgrößen Zeit und Geld spielen ebenfalls eine Rolle, konnten jedoch minimiert werden.

Auch Tobias Döpgen von der Deutschen Sportjugend sprach im zweiten Atelier mit dem Thema „Umgang mit den Sozialen Medien – wie erreiche ich die Jugend von heute?“ über die Thematik Zeit bei der Erstellung von Beiträgen für Soziale Medien. Er zeigte den Teilnehmern, wie frequentiert Facebook, Whatsapp, Instagram und Co. von Jugendlichen genutzt werden und welche Beiträge sich zum Posten auf den einzelnen Netzwerken anbieten.

Norman Bergner von der Hamburger Sportjugend leitete das dritte Atelier „Wie wirkt sich E-Sport auf die jugendkulturelle Identitätsentwicklung aus?“ und brachte den Teilnehmern ein von der Hamburger Sportjugend entwickeltes Prüfschema mit. Dabei geht es u.a. darum, ob ein E-Sport-Spiel einen Bezug zu einer realen Sportart hat.

Die hohe Attraktivität aller drei Ateliers ließ sich an der Feedbackzielscheibe und bei der anschließenden Präsentation der Ergebnisse im Plenum erkennen, der alle Teilnehmer noch einmal aufmerksam folgten, bevor sie die Heimreise antraten.