Alternativtext

"Ich habe meinen Traum gelebt" - Kiara Marschhausen berichtet von ihrem FSJ


Kiara Marschhausen hat beim SV Einheit 1875 Worbis ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert. Nachfolgend berichtet sie über ihre Tätigkeiten und Erfahrungen:

Nun ist es endgültig vorbei. Ich sitze in der Eröffnungsveranstaltung der Universität Erfurt und frage mich ,,Was hast du eigentlich in dem ganzen letzten Jahr getan?'' So viele Erinnerungen gehen mir durch den Kopf und meine Gedanken kommen gar nicht wieder zur Ruhe. Eigentlich müsste ich der Dozentin zuhören. Sie redet irgendwas von Träumen und Zielen und wie unsere Zukunft eventuell aussehen wird. Ich versuche diese Phrasen mit meinen Gedanken zu verknüpfen und stelle schnell fest, dass ich meinen eigenen Traum bereits gelebt habe. Einen Traum, von dem ich zu Beginn nicht mal dachte, dass ich mir einmal wünschen würde, er würde noch viel länger Wirklichkeit bleiben.

Ein  ganzes Jahr lang durfte ich beim Sportverein Einheit 1875 Worbis ein Freiwilliges Soziales Jahr im Sport erleben. 365 Tage, in denen ich mich selbst entfalten und weiter entwickeln konnte. Zu meinen Aufgaben zählten das Leiten einer eigenen Leichtathletik-Kindergruppe, das Begleiten des Jugend-Leichtathletik-Trainings, das Betreuen einer E-Jugend-Fußballmannschaft als Co-Trainerin, das Anleiten verschiedener Kita-Sportgruppen und das Unterstützen des Handball- und Tischtennistrainings. Des Weiteren durfte ich in die Verwaltungstätigkeiten des Vereins hinein schnuppern und war während des Jahres für die Pressearbeit desselben zuständig. Dazu zählten vor allem das Berichten von Veranstaltungen im Sportverein sowie das Vorstellen langjähriger Trainer in der Zeitung und auf verschiedenen Internetplattformen. An einigen Vormittagen war ich bei Veranstaltungen des Kreissportbundes Eichsfeld eine helfende Hand und repräsentierte dort unseren Verein. Auch bei Wettkämpfen, Turnieren oder bei Heimspielen der Abteilung Fußball versuchte ich die einzelnen Organisatoren so gut wie möglich zu unterstützen.

Zu einem Freiwilligen Sozialen Jahr zählen 25 Bildungstage, die ich auf ganz unterschiedliche Weise verbringen durfte. Die von der Thüringer Sportjugend organisierten Seminare boten ausreichend Gelegenheit, viele andere FSJ'ler aus ganz Thüringen bei gemeinsamen Mountainbike-Touren, beim Klettern, beim Volleyball-Spiel oder beim Lagerfeuer besser kennenzulernen. Ganz nebenbei haben wir sogar einen Jugendleitercard erworben.

Doch was ich bei den ganzen Aufzählungen noch nicht erwähnt habe, waren die zwischenmenschlichen Kontakte und Gespräche, die dem Jahr seinen besonderen Glanz verliehen haben. Ob es die wöchentlichen Meetings mit dem Vorsitzenden waren, Gespräche mit einzelnen Trainern oder der Spaß und die Wertschätzung der Kinder, sie haben mich in jeder Hinsicht bereichert. Ich stimme definitiv allen Leuten zu, die die Aussage pflegen „Bei Einheit Worbis kann man sich heimisch fühlen.“  

Und vielleicht geht es nicht nur mir so, sondern vielleicht ist der Traum, den ich ein Jahr leben durfte, auch der Traum anderer Schüler, die nach dem Abschluss noch nicht gleich den nächsten Schritt in die Ausbildung oder das Studium wagen wollen. Beim SV Einheit 1875 Worbis kann man dann eine spannende und aufregende Zeit erleben.